Chulucanas, eine Stadt in den nördlichen Andenausläufern Perus blickt auf eine lange Keramiktradition zurück. Die Töpfer der Vicus-Kultur waren schon vor tausenden von Jahren als die besten Keramikkünstler bekannt, die elegante geformte, mit natürlichen Symbolen verzierte Gefäße herstellten. Die Arbeiten wurden nicht auf der Scheibe gefertigt, sondern nach einem Verfahren, das heute unter dem Namen Positiv-Negativtechnik bekannt ist hergestellt. Dabei wird der Ton über einem Flussstein gezogen, mit einem Holz nach oben geschlagen und von Hand modelliert.
Der noch feuchte Ton wird mit Flusssteinen poliert, bis eine homogene glatte Oberfläche entsteht.
Nach dem Trocknen an Luft und Sonne in einem Holzofen bei Temperaturen von 700 bis 900 Grad Celsius gebrannt.
Die gebrannten Stücke werden mit einem Gemisch aus Sand, Asche und gefärbten flüssigen Tonschlick (Barbotilla) bemalt. Dabei bleiben die Teile, die schwarz werden sollen frei und werden nicht mit Farbe bedeckt,
In einem zweiten Brennvorgang werden die Stücke im Ofen der mit frischen und getrockneten Mango- und Bananenblätter gefüllt ist gebrannt. Der Rauch der Blätter und das sich bildende Harz färben die offenen Stellen glänzend braun bis schwarz. Die Farbgebung ist von der Menge der Blätter abhängig und kann bis zur Erreichung des gewünschten Effektes wiederholt werden.
Die signierte Figur ist ca.25 cm hoch und hat einen Durchmesser von etwa 18 cm.